Gestaltarbeit – Gestalttherapie

Gestaltarbeit – oder auch Gestalttherapie genannt – ist ein erfahrungs- und erlebnisorientierter Ansatz, der Menschen bei der Bewusstwerdung ihrer Gefühle und Körperwahrnehmungen unterstützt. Dadurch werden nachhaltige und eigenverantwortliche Veränderungsprozessen möglich, die immer die eigenen Ressourcen für die nächsten Entwicklungsschritte in den Fokus stellen.

Es geht in der Gestaltarbeit darum, in Kontakt zu gehen und präsent zu sein: mit mir selbst (Einzelbegleitung), den Menschen in meinem Umfeld (Paar- oder Gruppenprozesse) und der Welt. Hilfreich ist dabei eine offene, neugierige und urteilsfreie Haltung.

Alles was ist, darf sein – und alles was sein darf, kann sich verändern.

Das ist die Grundmaxime der Gestaltarbeit. Erst wenn wir das akzeptieren können was ist, unser Urteil ablegen, wie es sein soll und es annehmen und umarmen lernen, als Teil von uns und der Welt, dann werden neue Handlungsschritte und Veränderung möglich. Wichtig dabei ist, dass es immer nur den nächsten Schritt auf dem Weg der Entwicklung gibt. Wir werden nicht direkt das große Ziel erreichen, noch kennen wir den ganzen Weg und alles im Leben ist ständig in Veränderung. Das ist ok so! Es gibt immer nur den nächsten Schritt, aber wenn wir diesen authentisch und aus unserer Mitte heraus gehen können, dann sind wir somit kontinuierlich auf dem Weg, immer mehr wir selbst zu werden.

Was wir durch die Gestaltarbeit lernen können, ist die innere Orientierung und eigene Ausrichtung im Leben zu schärfen und immer wieder für den Moment in ein innerliches Gleichgewicht zu kommen. Das ist sehr heilsam für unsere Seele und gleichzeitig passiert durch die Gestaltarbeit ein inneres einsortieren und aufräumen aktueller und auch vergangener Erlebnisse.

Coaching und Begleitung

Wie geht das genau? In der Arbeit üben wir, Selbstkontakt zuzulassen, ehrlich auszudrücken, was gerade ist: Gedanken, Gefühle, Körperwahrnehmungen und neue Handlungsoptionen auszuprobieren und zu fühlen… all das in einem geschützten Rahmen. In diesem geschützten Raum und mit Begleitung ist es oft leichter, Kontakt zu uns selbst und den aktuellen Lebensthemen (groß und klein) aufzunehmen. So können wir Stück für Stück besser verstehen, wer wir sind und was es bedeutet Mensch zu sein.

Angebot

Wenn DU gerne ein Mal ausprobieren möchtest, ob Gestaltarbeit etwas für dich ist oder du ganz grundsätzlich diese Arbeits- und Herangehensweise kennenlernen möchtest, dann kannst du dich gerne für eine erste Kennenlernsitzung bei mir melden (Richtwert 50 Euro). Präsenz in Freiburg oder online Arbeit ist beides möglich.

Ich begleite auch Gruppen und Teams in ihren Entwicklungs-Prozessen oder biete Unterstützung bei Konfliktbearbeitung. Für genauere Informationen und Absprachen gerne einfach an mich wenden (Kontakt).

„Veränderungen finden von alleine statt. Wenn wir tiefer in das eindringen, was wir sind, wenn wir akzeptieren, was da ist, kommen die Veränderungen von allein. Das ist das Paradoxon der Veränderung.“

Fritz Perls

Weitere Hintergrundinformationen zu Gestaltarbeit

Die Gestalttherapie kommt aus der humanistischen Psychologie und wurde u.a. von Fritz Perls in Amerika entwickelt. Hierbei geht es nicht direkt darum plastisch etwas zu gestalten, wie z.B. künstlerische Aktivitäten, sondern sich den inneren Themen und Gestalten zuzuwenden und dem inneren Ausdruck zu verleihen. Dabei kann Bewegung und Körperausdruck im Raum hilfreich sein, muss aber nicht. Künstlerischer Ausdruck kann dann durchaus die Folge des Prozesses sein und im Nachklang stattfinden, ist aber nicht Teil der direkten Gestaltarbeit.

Der Gestaltansatz arbeitet also immer in der Gegenwart, denn JETZT finden herausfordernde Situationen und deren Lösungen statt. Die Vergangenheit ist nur insofern für das gegenwärtige Erleben von Bedeutung, als dass sich in ihr Grundüberzeugungen und Glaubenssätzen gebildet haben, die sich jetzt wiederholen können und dadurch die eigene Realität immer wieder und wieder beeinflussen. Eine freie Entscheidung sich zu eigenen Handlungsstrukturen oder Verahltensweisen zu stellen, ist also erst möglich, wenn wir unsere Muster erkennen können oder ihren Ursprung, denn als sie entstanden sind, waren sie mal dienlich und hilfreich für uns.

Die Klärung der Anliegen und Themen, sowie deren Lösung liegt also immer im Potential der eigenen Ressourcen. Es gibt in der Gestaltarbei keine Hierarchie, sondern TherapeutIn und KlientIn begegnen sich als gleichwertige Personen.


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